Lokale Stabilisation nach Christine Hamilton

Es gibt zwei unterschiedliche Muskelsysteme: Das globale System und das segmentale System.

Das globale System beinhaltet lange, große, oberflächliche Muskeln, deren Aufgabe es ist, Bewegungen durchzuführen, das Gleichgewicht zu steuern und die Aufrichtung gegen die Schwerkraft zu bewirken.

Das segmentale System beinhaltet tiefe, kleine, kurze Muskeln die gelenknah/lokal an der Wirbelsäule ansetzen. Sie arbeiten rund um das Wirbelsegment wie kleine Sprungfedern und geben aktive Stabilität. Sie verrichten konstante Haltearbeit und sind während der Bewegungen für Feineinstellungen sowie das Abbremsen von zu viel Bewegung im Segment zuständig.
Die Beckenbodenmuskulatur (= Schließmuskulatur) ist ein Teil des lokalen Muskelsystems und hält alle Beckenorgane. Indirekt kann die Beckenbodenmuskulatur die Lendenwirbelsäule mit stabilisieren und ist somit an unserer aufrechten Haltung beteiligt.

Wissenschaftliche Untersuchungen und Studien eines Forschungsteams der Universität Queensland (Australien) ergaben, dass die segmentale Stabilisation in der Zusammenarbeit mit dem globalen System für eine gute Koordination wichtig ist.

Stabilität = Bewegungskontrolle = verbesserte Koordination = Schmerzkontrolle